Warum der Rauchstopp oft nicht gelingt

Raucher (über rattanakun)
Raucher (über rattanakun)

Der Jahreswechsel gilt für viele als Neustart. Mehr Bewegung, bewusster leben – und für etwa jede siebte Person in Deutschland auch: mit dem Rauchen aufhören. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Civey“ im Auftrag des Unternehmens „Northerner“ zeigt jedoch, dass gute Vorsätze oft schnell aufgegeben werden. Rund 50 Prozent der Befragten halten ihre Neujahrspläne nicht länger als einen Monat durch.

Als zentrale Ursachen nennen die Teilnehmenden fehlende Motivation (57 Prozent) und zu hohe Erwartungen an sich selbst (41 Prozent). Hinzu kommen unvorhergesehene Belastungen und Alltagsstress. Der Befund: Vorsätze scheitern weniger am Willen als an mangelnder Struktur.

Kleine Schritte statt radikaler Bruch

Ein häufiger Fehler beim Rauchstopp ist der Anspruch, alles sofort ändern zu wollen. Fachlich sinnvoller sind Etappenziele: zunächst den Konsum reduzieren, dann rauchfreie Tage etablieren und erst im nächsten Schritt vollständig verzichten. Das senkt Druck und erhöht die Durchhaltewahrscheinlichkeit.

Routinen erkennen und ersetzen

Rauchen ist oft an feste Situationen gekoppelt – etwa an den Morgenkaffee, Pausen oder Stressmomente. Erfolgreich ist, wer diese Anlässe nicht ersatzlos streicht, sondern bewusst ersetzt: kurze Bewegung, Atemübungen oder andere Unterbrechungen können helfen, eingefahrene Muster aufzubrechen.

Fokus sichern, Ablenkung begrenzen

Gerade Jüngere berichten, dass Ablenkungen – etwa durch Social Media – das Durchhalten erschweren. Bewusste Offline-Zeiten, pausierte Benachrichtigungen und feste Routinen können dabei helfen, den Fokus auf das Ziel zu halten.

Soziale Situationen mitdenken

Treffen mit rauchenden Freundinnen und Freunden oder Stress im Alltag gelten als typische Rückfallmomente. Hier kann es helfen, sich vorab Strategien zu überlegen, um Versuchungen zu begegnen und den eigenen Vorsatz zu schützen.

Ein Neustart ist nicht an den 1. Januar gebunden

Die Studienergebnisse legen nahe, Vorsätze kleiner und zeitlich begrenzt zu planen – etwa in Monatszielen. Rückschläge sind dabei Teil des Prozesses. Ein erneuter Anlauf ist jederzeit möglich und nicht an einen festen Termin gebunden.

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